Impressione

Die Frage, welchen Sinn es haben kann, das Totenbildnis eines Verstorbenen anfertigen zu lassen, ist von Ernst Benkard schon einmal beantwortet worden und gilt für den einen oder anderen auch heute noch. "Was jedoch die Totenmaske Lessings anbelangt, so waren es Freunde, welche sie von seinen verklärten Zügen abnehmen ließen, einzig aus dem Wunsch heraus, irgendwie noch teilzuhaben an dem Letzten, was der Liebe möglich war, von dem Verewigten festzuhalten. So wird die Totenmaske ein Symbol dafür, dass der Tod zwar die Menschen trennt, aber ihre innere Verbundenheit niemals lösen kann." Auch heute dient die Totenmaske der Erinnerung an den Verstorbenen und der Bewahrung des Antlitzes. Offenbar kann die Totenmaske dabei den Einfluss unserer hektisch modernen Gesellschaft auf die Trauerarbeit mildern.

Ihre spirituelle Kraft kann eine individuelle Nähe und innere Solidarität mit der ganzheitlich zu begreifenden Erscheinung von Vergänglichkeit schaffen oder mit dazu anstoßen. Die Technik des Abgießens hat sich nur hinsichtlich der Negativmaterialien verändert, die durch die verschiedenen im Handel angebotenen, feinen Gipsarten und durch die Kombination neuer, spezieller Kunststoffmassen, die Präzision der technischen Vorgänge und das Ergebnis der Arbeit optimieren. Selbstverständlich ist durch diese technischen Vorzüge gewährleistet, dass keine Arbeitsspuren am Gesicht des Verstorbenen zurückbleiben. Die auf das Gesicht aufgetragene Masse lässt sich einfach wie der Handschuh von der Hand abziehen.

Impressionen